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>So 05. Mär 2017

COVER

Künstler covern Künstler! Was in der Musik selbsverständlich ist, ist in der bildenden Kunst alles andere als dies. Die Künstler der KÜV haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Evergreens der bildenden Kunst zu covern und damit eine neue Sichtweise zu erforschen..., Rathaus Marburg










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KÜV auf der Piazza Maggiore in Bologna
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Cover






Das was in der Musik, der Pop-Kultur aber auch in der ernsten Musik ein völlig normales Phänomen ist, also die Bearbeitung, die Interpretation eines erfolgreichen Werkes eines Künstlers durch einen andern Künstler, ist merkwürdiger Weise in der bildenden Kunst nicht anzutreffen. Die Gründe der Musiker, warum sie ein Musikstück bearbeiten oder interpretieren möchten, sind dabei so unterschiedlich wie die Anzahl der musikalischen Werke selbst.

Zum einen mag es der kommerzielle Vorteil eines schon funktionierenden erfolgreichen Werkes sein, seine Bekanntheit und Akzeptanz beim Publikum, zum anderen vielleicht die persönliche Ergriffenheit des Interpreten/Bearbeiters durch das Werk.
Des Weiteren könnte es auch die Herausforderung sein, sich mit der Meisterschaft zu konfrontieren, wodurch die eigene Position deutlicher wird. Auch kann man nicht ausschließen, dass der Bearbeiter das Gefühl hat die Grundidee des Werkes besser vermitteln zu können - nach dem Motto " Wow, die Melodie ist toll, aber die Instrumentation lässt zu wünschen übrig ".

Aber auch das " gecoverte " Musikstück beginnt durch die Interpretation, durch die Bearbeitung, einen neuen Kontext anzunehmen und geht in der Regel nicht unverändert aus der Bearbeitung hervor.
Es gibt zahlreiche, sowohl positive als auch negative, Beispiele aus der Welt des Coverns, die uns zeigen wie das Original sich verändern kann und plötzlich eine neue Bedeutung annehmen kann. Wenn Rondo Veneziano den venezianischen Barock auf einen 4/4 Pop-Beat fest tackert und daraus eine belanglose Hintergrundmusik macht, könnte man sich fragen, ob die Bearbeiter versucht haben, dass Wesen des Barock zu erfassen. Bob Dylan ist einer der bedeutendsten Songwriter unserer Zeit, doch mussten wir mehrfach miterleben wie er durch Rockbandbesetzung den eigenen Songs ihres Flairs und ihrer Authentizität beraubte.
Hingegen die US-Nationalhymne, gespielt von Jimy Hendrix auf seiner Strat, DEVO, die Satisfaction als Elektronikversion coverten, Isao Tomita, welcher unter anderem Ende der 70er Daphnis e Chloé von Debussy in eine Synthesizer Bearbeitung übertrug, ob es Israel Kamakawiwo'ole ist, der Somewere over the Rainbow zur Ukulele singt, Marilyn Manson, die Sweet Dreams von Eurythmics covern oder Adele, die The Cure singt, all dies zeigt, wie Bearbeitungen neue Seiten derselben Sache zu Tage bringen und zu eigenständigen Werken werden können.

Kann das was der Musiker kann auch der bildende Künstler ?
Was sah Vincent van Goch in den Nächten, in denen er bis zum Morgengrauen malte?
Wer war der Jüngling, der Michelangelo Buonarroti als David Modell stand?
Viele Fragen tauchen auf, wenn man sich an die Interpretation eines Werkes begibt. Auch wenn es kommerziell völlig ausgeschlachtet ist und durch Massenreplikation und milliardenfache Abbildung vom Betrachter nicht mehr aufgenommen wird.
Kann der Bearbeiter, der Interpret, dem Werk einen neuen Schwung verleihen?
Die Künstler der KÜV haben sich mit diesem Ausstellungsprojekt die Aufgabe gestellt, dies zu erforschen.
Wir freuen uns auf Ihre Neugier und Ihren Besuch.