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>So 05. Mär 2017

COVER

Künstler covern Künstler! Was in der Musik selbsverständlich ist, ist in der bildenden Kunst alles andere als dies. Die Künstler der KÜV haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Evergreens der bildenden Kunst zu covern und damit eine neue Sichtweise zu erforschen..., Rathaus Marburg










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FREUNDE UND FÖRDERER

Was ist die Künstlervereinigung Marburg-Biedenkopf?



Die Künstlervereinigung ist ein Zusammenschluss bildender Künstler und Künstlerinnen aus der Region Marburg-Biedenkopf

Die Künstlervereinigung entwickelte sich aus verschiedenen Initiativen zu einem eingetragenen Verein, der Ende 2002 gegründet wurde.

Es ist wichtig für freischaffende Künstler eine qualifizierte Anlaufstelle in der Region Marburg-Biedenkopf zu haben.

Die Künstlervereinigung übernimmt die Aufgabe sich für Förderung und Pflege der bildenden Kunst aus der Region einzusetzen.

Mit ihrem Ziel, das mannigfaltige künstlerische Schaffen bildender Künstler aus der Region zu sichern, zu erweitern, regional und überregional zu vermitteln und zu präsentieren, tritt sie offensiv und regelmäßig an die Öffentlichkeit:
  • Ausstellungen in den Städten und Gemeinden des Landkreises Marburg-Biedenkopf
  • Beteiligung an Ausstellungen
  • Veranstaltung von Kunstmessen
  • Austausch mit anderen Künstlervereinigungen
  • Bildungsreisen und Kunstseminare
  • Dokumentation der Künstlerinnen und Künstler in ihrer Vielfältigkeit
  • Die Künstlervereinigung bietet ein Forum für interessante Gespräche, regen Austausch und die lebendige Zusammenarbeit bei gemeinsamen Projekten.
  • Sie versteht sich außerdem als Ansprechpartner für Jungkünstler, Kunstliebhaber und für alle kunstinteressierten Mitmenschen.

Die Künstlervereinigung bereichert somit unsere Kulturlandschaft mit einer Vielzahl innovativer und interessanter Beiträge und erhöht die Popularität der Kunstschaffenden.

Die Künstlervereinigung finanziert sich durch die Mitgliedsbeiträge, Spenden- und Fördergelder.

Bildende Künstlerinnen und Künstler aus unserer Region, sind eingeladen, sich uns anzuschließen. Über unser Kontaktformular erhalten Interessenten weitere Informationen.

Wer Fördermitglied der Künstlervereinigung werden will, ist genauso herzlich willkommen.

Mit einem Jahres-Mitgliedsbeitrag von mind. € 30,- können Sie von vielen Aktionen der Künstlervereinigung profitieren, sich selbst aktiv einbringen und somit das kulturelle Leben in unserer Region fördern und bereichern.

Gerne senden wir Ihnen unsere Beitrittserklärung zu.


Grußwort von Egon Vaupel
Oberbürgermeister der Stadt Marburg

Das Jahr 2012 ist ein besonderes in der Geschichte der Künstlervereinigung Marburg-Biedenkopf, feiert sie doch das 10-jährige Bestehen. Hierzu möchten wir herzlich gratulieren!
Die Künstlervereinigung Marburg-Biedenkopf hatte sich im Gründungsjahr 2002 auf die Fahnen geschrieben, die Kunst- und Kulturlandschaft in der Universitätsstadt Marburg und im Landkreis Marburg-Biedenkopf durch ihre Arbeit weiter mit auszubauen. Und dies ist wunderbar gelungen, auf unterschiedliche Weise. Wurde sie seinerzeit mit dem Ziel gegründet „(…) das mannigfaltige künstlerische Schaffen bildender Künstler aus der Region zu sichern, zu erweitern, regional und überregional zu vermitteln und zu präsentieren (…)“, so waren und sind die Mitglieder der Künstlervereinigung regelmäßig in der Kunstöffentlichkeit präsent. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler aus der Universitätsstadt Marburg und der Region Marburg-Biedenkopf haben ihre Spuren eindrücklich hinterlassen.
Gern erinnern wir uns konkret an Projekte wie Kunstaktionen in Form von „Licht-Malerei“ im Kulturzelt während des Stadtfestes „3 Tage Marburg“ im Schlosspark, an die „Kunst! Premiere“ in der Marburger Stadthalle im September 2004 oder an das Projekt „Kunst im Botanischen Garten“ auf den Lahnbergen in den Sommermonaten 2005. Große Beachtung fand im Elisabeth- Jubiläumsjahr 2007 der „Ökumenische Kunstpilgerpfad“ in fünf Marburger Kirchen. Plastiken und Malerei demonstrierten auf eindrückliche Weise den zeitgenössischen künstlerischen Umgang mit christlichen Motiven. Von Erfolgen gestärkt, wurde das international angelegte Projekt „Kunst in Begegnung – Menschenrechte“ realisiert, dessen Spur in den Jahren 2009/2010 bis Südkorea ging. Kunst braucht und liebt die Herausforderung, sonst wäre sie keine Kunst – dieses Credo hat die Künstlervereinigung immer wieder aufgenommen und neben einem erfolgreichen Projekt sicherlich auch internationale Freundschaften über Grenzen und Kulturräume entstehen lassen. Aktuelle Themen kann die Kunst auf ihre ganz spezifische Weise aufgreifen und viel in Bewegung bringen. Kunst trägt zur Diskussion und zur Verständigung bei – auch wenn Sprachbarrieren dazwischenstehen sollten, Kunst überwindet diese.
In besonderem Maße ist das Wirken der Künstlervereinigung natürlich von den Künstlerinnen und Künstlern selbst getragen. Und es freut uns, dass dieses Engagement für die Kunst stets mit sehr guter Qualität verbunden war und ist.
Durch den Einsatz und das Wirken der Künstlervereinigung Marburg-Biedenkopf ist das letzte Jahrzehnt reicher gewesen. Wir sind uns sicher, dass bei so viel Kreativität und Engagement auch das nächste Jahrzehnt mit vielen Kunstfrüchten versüßt wird.

Wir freuen uns auf neue Impulse und sind gespannt.

Egon Vaupel
Oberbürgermeister


Grußwort von Robert Fischbach
Landrat Kreis Marburg-Biedenkopf

Ich staune immer wieder über die große künstlerische Vielfalt im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Hier gibt es ein enormes künstlerisches Potenzial. Das zeigen neben den vielen anderen Kunstausstellungen im Landkreis auch alle zwei Jahre unsere Kunsttage Marburg-Biedenkopf.
Die Künstlervereinigung Marburg-Biedenkopf hat sich 2002 nach den ersten Kunsttagen des Landkreises Marburg-Biedenkopf im Jahr 2001 entwickelt. Bei der ersten Zusammenarbeit vieler Künstlerinnen und Künstler auf Kreisebene tauschte man sich aus und befand, dass es Sinn ergeben würde, sich zusammenzuschließen und gemeinsam für die Belange der Kunst im Landkreis einzusetzen.
Inzwischen sind 30 Künstlerinnen und Künstler Mitglied dieser Vereinigung. Neben den Ausstellungen ist mir sehr stark der künstlerische Austausch mit Südkorea im September 2009 in Erinnerung geblieben. Dieser von der Künstlervereinigung initiierte Austausch führte auch zu einer großen und beeindruckenden Ausstellung koreanischer Kunst im Landratsamt.
Kunst zeigt, dass sie nicht an Grenzen und auch nicht an Kulturkreise gebunden ist. Der künstlerische Austausch ist selbst über Kontinente hinweg möglich. Mich freut es, dass diese Kontakte im Austausch der koreanischen und heimischen Künstlervereinigung bis heute Bestand haben. Es kam bislang schon zu drei gegenseitigen Besuchen.
Ich gratuliere der Künstlervereinigung Marburg-Biedenkopf zu ihrem zehnjährigen Bestehen und wünsche ihr und allen Mitwirkenden auch in der Zukunft viel Erfolg.
Mit freundlichen Grüßen

Robert Fischbach
Landrat
Kreis Marburg-Biedenkopf


Die Künstlervereinigung Marburg-Biedenkopf in den Stürmen der Zeit

Zum zehnjährigen Jubiläum

10 Jahre sind für eine Organisation und einen gemeinnützigen Verein ein erfrischend jugendliches Alter. Für eine Künstlervereinigung ist es aber eine beträchtliche Zeitspanne, die schon manches graue Haar hat wachsen lassen.
Die Künstlervereinigung Marburg-Biedenkopf wurde aus der Not heraus geboren als eine Selbsthilfeorganisationen vieler Künstler in unserer Region. Nachdem die Kunstmärkte in der Stadthalle von Marburg nicht mehr stattfanden, brach für viele Künstler eine wichtige, für manche Künstler die einzige Möglichkeit der angemessenen Präsentation ihrer Werke in der Region weg.
Viele Künstler beschwerten sich bitter darüber, dass in Marburg und in der Region kaum angemessene Ausstellungsmöglichkeiten für regionale Künstler bestanden, zumal das Universitätsmuseum Marburg und der Kunstverein kaum noch Einzelausstellungen für regionale Künstler zuließen.
Die Kritik an diesen Zuständen erreichte ihren Höhepunkt auf einer Veranstaltung im Arbeitsgericht Marburg. Die Künstler wurden dort nach ihrer Kritik von verschiedenen Diskussionsteilnehmern aufgefordert, selbst etwas für sich, ihre Kunst und ihre Ausstellungsmöglichkeiten zu tun, nicht zu jammern, sondern eine Selbsthilfeorganisationen zu gründen.
So wurde die Künstlervereinigung Marburg-Biedenkopf unter maßgeblicher Mitwirkung des Künstlers Michael Knobel mit Unterstützung des Landkreises Marburg-Biedenkopf gegründet. Bei dieser Gründung handelte es sich um einen Zusammenschluss von bildenden Künstlern mit dem Ziel, die bildende Kunst in der Region zu fördern und zu pflegen. Das vielfältige künstlerische Schaffen in der Region sollte mit den Aktivitäten der Vereinigung in der Region, aber auch außerhalb bis ins internationale Ausland präsentiert werden.
Die Vereinigung ist so eine Interessenvertretung der regionalen Künstler im Bereich der bildenden Kunst geworden, die sich dagegen wehrt, von Ausstellungsmachern und Kunstfunktionären fremdgesteuert zu werden. Selbstbestimmung ist den in der Vereinigung organisierten Künstlern ein wichtiges Anliegen.
Mit der Gründung der Vereinigung stellten sich von Anfang an viele Probleme, die zu bewältigen waren:
Welche bildende Künstler sollen aufgenommen werden, wer ist überhaupt Künstler, wo ist die Grenze zwischen Kunst und Kunsthandwerk, welche Qualitätskriterien sind anzulegen, welche Künstler sind professionell, semi – professionell, wer ist Hobby – Künstler oder gar Hausfrauen – Künstler?

Die Gründer der Vereinigung waren klug und vermieden ein Jury – Verhalten. Sie nahmen als Mitglied alle die Personen auf, die sich als bildende Künstler verstanden und nicht eindeutig zum Handwerk zu rechnen waren. So gelang es der Künstlervereinigung, eine große Vielfalt und Bandbreite in ihrer Mitgliedschaft zu gewinnen.
Die neue Vereinigung musste aber auch mit all den Problemen kämpfen, mit denen der Kunstmarkt und die Kunstlandschaft national und international zu kämpfen hat:
Immer mehr Menschen sind als bildende Künstler auf dem Markt tätig. Die Kunstproduktion hat ein immenses Ausmaß angenommen. Die Zahl der Kunstprodukte ist unübersehbar. Die Preise für Kunstwerke sinken von Jahr zu Jahr, nur die Werke weniger international tätiger Künstler werden von Spekulanten und Galeristen hoch gesteigert.
Dazu kam noch, dass Künstler ganz besondere Individualisten sind mit besonderen Befindlichkeiten, zum Teil auch Egoisten, zum Teil nicht besonders teamfähig und mit Rivalitäten behaftet. Und gleichwohl gelang das Großartige: Die Künstlervereinigung wurde nur nicht nur gegründet. Sie hat vielmehr auch die Probleme angepackt und durchgehalten. Sie hat alle internen Querelen bewältigt, die äußeren Widerstände überwunden und die vielen Unzuträglichkeiten im menschlichen und sonstigen Bereich ertragen und überstanden.
So hat die Künstlervereinigung in 10 Jahren ein großes Verzeichnis an Aktivitäten und Ausstellungen aufzuweisen, wie kaum eine andere Vereinigung dieser Art. Sie hat Kunst im botanischen Garten der Universität ausgestellt, Themenveranstaltungen in Kirchen, im Rathaus, am Hessentag durchgeführt, eine Veranstaltung auch zu „Grimms Zaubergarten" und zu Elisabeth bewältigt. Neben Ausstellungen in Galerien fanden zwei große Ausstellungen in Korea in einem berühmten Museum statt. Im Gegenzug veranstaltete die Vereinigung zwei koreanische Kunstausstellungen am Frauenberg und im Landratsamt.
So gelang es der Künstlervereinigung in diesen Jahren durch ihre Aktivitäten vielen Künstlern eine Plattform zur Präsentation ihrer Werke zu schaffen. Gleichzeitig gelang es ihr durch Öffentlichkeitsarbeit in den Medien präsent zu sein und so eine große Resonanz in der Öffentlichkeit zu gewinnen.
Am wichtigsten aber scheint es mir zu sein, dass die bildenden Künstler in dieser Vereinigung etwas für sich selbst, für ihre Kunst und für unsre Region tun, dass sie nicht auf ein Wunder warten und lamentieren. Durch diese Arbeit wird in der Region die Kunst ebenso wie die Kreativität gestärkt. Das ist gerade heute wichtig, wo durch die übermächtige Präsenz verschiedener Medien und des Internets die "Provinz" in der Gefahr ist, zu veröden, in Passivität und in einer Konsumhaltung zu versinken.
Als Selbsthilfeorganisation ist es der Vereinigung auch gelungen, der Gefahr der Überforderung des Einzelnen und des Verzagens vor der Größe des Kunstmarktes zu begegnen. Die Vereinigung stärkt den einzelnen Künstler, gibt ihm Selbstbewusstsein und dient so auch der Region. Sie trägt ganz maßgeblich dazu bei, dass dadurch die Region künstlerisch nicht abstirbt, sondern aufblüht. Als Resümee lässt sich festhalten, dass die Künstlervereinigung gemeinsam mit anderen Kunst – und Kulturorganisationen ein wichtiger Baustein in unsrer oberhessischen Region für Künstler wie für Kunstfreunde geworden ist. Die 10 Jahre des Bestehens sind fruchtbar gewesen. Deshalb wünsche ich mir, dass diese Vereinigung noch viele Jahrzehnte ebenso fruchtbar und vielfältig wirken möge. Ich schließe mit dem Wunsch: Ad multo annos!

Hanns Gottlob Rühle


Kunstbetrachtungen, von Annegrete Henke-Reinarz

Brauchen wir KUNST?

Sie ist kein Grundbedürfnis.Wir fragen nach Sinn, Wert und Zweck der KUNST immer wieder neu im Wandel der Zeit und Geschichte. Es wird gesagt, dass sich über KUNST nicht streiten lässt, obwohl wir über sie kontrovers diskutieren. Der Glaube, dass „Mutternatur" die größte Künstlerin sei ist falsch. Fakt ist, Natur denkt nicht, sie ist. Sie gestaltet, verändert sich als elementares Geschehen zufällig und unbewusst. KUNST ist Menschenwerk. Ausgestattet mit der Fähigkeit zu Denken haben wir Menschen einzig das Bedürfnis zur Kunst entwickeln können.
Um die Rätsel der Schöpfung zu begreifen, aus religiöser Furcht und Bewunderung, begannen wir die Natur zu kopieren.
Aus der Notwendigkeit heraus uns mitzuteilen, erschufen wir Zeichen und Bilder um kommunizieren zu können, zunächst erst als Mittel zum Zweck. Diese Dokumente handwerklicher Fertigkeiten wurden erst viel später dem KUNSTbegriff zugeordnet.
Ist KUNST Kommunikation?
Als Teil der Schöpfung wollen wir selbst Schöpfer und Gestalter sein. Als bewusste Wesen mit Geist und Seele haben wir die Möglichkeit, die „Dinge" aus ganz eigener, individueller Sicht als KUNST zu fühlen und zu sehen.
In unseren Gedanken, der Phantasie liegt Genialität und grenzenlose Freiheit zur schöpferischen Idee.
Ist KUNST Freiheit?
In der realen Ausführung war und wird die KUNST noch bis heute durch Diktate, Verfolgung und gesellschaftliche Vorurteile beeinträchtigt.
Kommt KUNST von Können?
Eine kreative Idee in die künstlerische Tat umzusetzen nützt sicherlich nur dann etwas, wenn auch das Handwerk beherrscht wird. Begabt oder talentiert zu sein ist nur ein geschenktes Angebot! Das Handwerk jedoch will mühsam erlernt sein.
Müssen wir KUNST verstehen?
Insbesondere die bildende Kunst lässt sich rational nicht erklären. Sie braucht nicht von Allen verstanden werden. Sie entsteht, ob durchdacht oder spontan nach subjektiven, realen oder irrealen Vorstellungen des KUNSTschaffenen.
KUNSTwerke sollten berühren damit wir über sie reden können. So unterschiedlich Kunst auch zu definieren sein mag, sie braucht das aufmerksame Auge und die Anstrengung des Betrachters. Nur so kann ein echter Dialog zwischen der Mitteilung eines KUNSTwerkes und dereigenen Sichtweis und Anteilnahme des Betrachters entstehen.

Wie KUNST darüber hinaus in der Öffentlichkeit diskutiert, kritisiert, analysiert und bewertet wird, entzieht sich in der Regel dem Einfluss des KUNSTschaffenden.
KUNST unterliegt dem Zeitgeschmack, der Mode, dem Kapital, ist Spekulationsobjekt und ist letztlich auch dem Angebot und der Nachfrage unterworfen. KUNST wird millionenfach reproduziert und zu Billigpreisen gehandelt. Was sich heutzutage fragwürdigerweise KUNST und Künstler nennt, spielt oft heute keine große Rolle mehr.
Ist KUNST Luxus?
Um auf meine anfängliche Frage zurück zukommen: „brauchen wir KUNST"?
Ja, „absolut"! Was wären wir wohl ohne sie. Sie hat uns zu kulturellen Wesen gemacht. Wir profitieren von ihrem unschätzbaren Wert.
Darf KUNST schön sein?
KUNST soll den Ansprüchen gerecht werden, in ihren Werken kritisch auf das Zeitgeschehen unserer Welt zu blicken und dokumentieren. Ebenso hat KUNST das Recht, erholsam und leicht, voll Harmonie, einfach schön zu sein.
Meine größte Wertschätzung gilt denen die wahrhaftig Kunst erschaffen, welche mit größter Disziplin, Leidenschaft und Ausdauer, trotz ständiger, existenzieller Unsicherheit mit größtem idealistischen Engagement ihrer Berufung folgen. Sie kämpfen ernsthaft um Verwirklichung ihrer Arbeit, egal aus welcher KUNSTrichtung sie auch kommen mögen.
Der Aufsatz Kunstbetrachtungen hat nicht den Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Er zeigt in einigen Blickpunkten meine ganz persönlichen Erfahrungen.

Henke-Reinarz, Annegrete
Vorstandsmitglied der KüV
Marburg-Biedenkopf